Gumprechtstraße, Umbau einer denkmalgeschützten Fabrik

Kölner Architekturpreis 2014

Preisträger

Gumprechtstraße, Umbau einer denkmalgeschützten Fabrik, Köln-Ehrenfeld

 

Projekt Gumprechtstraße, Umbau einer denkmalgeschützten Fabrik, Köln-Ehrenfeld
Architekt BeL Sozietät für Architektur – Jörg Leeser, Anne-Julchen Bernhardt
Bauherr Bahar Bayrak und Harald Schmid

 

 

Fotos: Jan Rothstein
Fotos: Jan Rothstein
Fotos: Jan Rothstein
Fotos: Jan Rothstein

Juryurteil

Der Umbau einer ehemaligen Kunstschmiede ist im Hof eines denkmalgeschützten Hauses in Köln-Ehrenfeld versteckt. In Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde das Sheddach der historischen Halle, die als Arbeits- und Wohnbereich genutzt wird, erneuert. Durch das Weglassen einer „Shedfalte“ entstand ein stimmungsvolles neues Atrium, ein Lichtfänger und sommerlicher Wohnbereich. Der Halle vorgelagert ist ein zweigeschossiger Baukörper, der im Erdgeschoss den großzügigen Küchenbereich mit charmanten Spolien der Ursprungsnutzung birgt. Im über eine schmale Treppe erreichbaren Obergeschoss befinden sich die Schlafräume der Familie, die über die bunten, bleigefassten Originalfenster verfügen.

Auf seine Art stellt dieses Projekt einen spezifischen Beitrag zur Erhaltung und Weiternutzung von Industrieräumen dar. Die erhaltenen Fragmente erzählen die Geschichte des Ortes und werden nicht auf ihren dekorativen Charakter reduziert. Mit Anmut und Witz wurde „alles richtig gemacht“, um einen Ort des Wohnens und Arbeitens in den nun lichten, hellen Räumen zu schaffen.

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