Baulücke

Kölner Architekturpreis 2017

Auszeichnung

Baulücke

 

Projekt Baulücke
Architekt Wolfgang Zeh
Bauherr Eva Zeh-Kraiss + Wolfgang Zeh

 

 

Baulücke, Foto: maytools
Baulücke, Foto: maytools
Baulücke, Foto: maytools

Fotos: Wolfgang Zeh

 

Juryurteil „Kölner Architekturpreis 2017“

Von der großen Kunst, ein kleines Haus zu bauen, ist oft zu hören in Zeiten der Verstädterung. Zumal in den Ballungszentren, wo der Wohnraum knapp bemessen ist. Was sich leider auch von den oft fantasiearmen Ideen zur Nachverdichtung sagen lässt. Ganz anders hier: Das nur zehn Meter tiefe und dreieinhalb Meter breite, bislang unbebaute Grundstück inmitten einer denkmalgeschützten Häuserzeile konnte nur durch räumliche Vorstellungskraft zum Leben erweckt werden. So ist ein staunenswertes Haus mit sechs Etagen entstanden, samt Keller und Dachterrasse. Im Inneren werden die Wohn- und Arbeitsräume nicht einfach gestapelt, sondern verbinden sich mit Hilfe einer geschickt platzierten Treppe zu enormer Raumqualität. Auf fast schon paradoxe Weise entstehen mit Hilfe der Architektur, mit Licht und Schatten sowie klug variierten Raumeindrücken und präzisen Blickbeziehungen, auf dem Papier lediglich 80 Quadratmeter Wohnraum. Tatsächlich ist es aber ein eindrucksvolles Raumvolumen. Das Grundstück mag klein sein. Die Architektur, die darauf entstanden ist, ist großartig.

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